Zahnarztpraxis Grotegerd

Wissenswertes

Was tun gegen Angst vor dem Zahnarztbesuch?
Viele Menschen scheuen den Gang zum Zahnarzt, die Gründe dafür sind vielfältig.
Wir nehmen uns viel Zeit für Sie, beraten und erklären vor und während der Behandlung.
Wenn eine konventionelle Behandlung trotzdem nicht möglich sein sollte, besteht die Möglichkeit einer Lachgas-Sedierung.
Nähere Information erhalten Sie bei uns.

Wie bereite ich mein Kind auf den Zahnarztbesuch vor?
Wünschenswert wäre, Ihr Kind kennenzulernen, bevor es Zahnschmerzen hat. Lassen Sie sich zum eigenen Kontrolltermin gerne von Ihrem Kind begleiten. Ein positives Erlebnis beim Zahnarzt schafft eine wichtige Voraussetzung für die zukünftigen Behandlungen. Eltern meinen es bestimmt gut, wenn sie Ihrem Kind sagen:  ‚Es tut sicher nicht weh …‘ oder  ‚Wenn Du schön stillhälst, dann …‘ , aber Kinder haben ein sehr feines Gespür und werden bei solchen Formulierungen gleich hellhörig. Erzählen Sie Ihrem Kind gerne, dass sie einen Ausflug zum Zahnarzt machen. Die meisten Kinder sind neugierig und sehr interessiert. Sie stellen viele Fragen und möchten alles ausprobieren und das ist auch richtig so. Negative Äußerungen oder gar Drohungen erschweren eine Behandlung und werden für alle Beteiligten sehr anstrengend. In unserem Wartebereich finden die kleinen Patienten Spielzeug und altersgerechte Kinderbücher und -zeitschriften. Selbstverständlich haben wir für unsere kleinen (und größeren) Patienten auch eine gut bestückte Schatzkiste. Informieren Sie uns gerne bei der Terminvereinbarung, wenn es für den kleinen Patienten der 1. Termin ist, damit wir ausreichend Zeit einplanen können.

Lohnt sich für mich eine Zahnzusatzversicherung?
Eine Zahnzusatzversicherung ist sicherlich eine empfehlenswerte zusätzliche Vorsorgemaßnahme, allerdings lohnt sie sich nicht für jeden. Wer ein naturgesundes Gebiss hat und in den kommenden Jahren keine größeren zahnärztlichen Maßnahmen zu erwarten hat, benötigt nicht unbedingt eine Zahnzusatzversicherung. Im Zweifelsfall kann dann das „gesparte Geld“ in eine eventuell später nötige Zahnversorgung investiert werden. Für bestimmte Patientengruppen kann sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung jedoch lohnen:

  • Sie haben bereits jetzt sehr viele Füllungen? Dann werden zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Maßnahmen wie Kronen oder sogar Brücken notwendig.
  • Sie haben einige wurzelgefüllte Zähne? In diesem Fall sollte vorgesorgt werden, da durch späteren Zahnverlust Maßnahmen wie Implantate oder Brücken notwendig werden.
  • Sie leiden an Parodontitis (chronische Zahnfleischentzündung)? Unter Umständen ist hier mit dem Verlust von Zähnen und umfangreichen zahnärztlichen Maßnahmen zu rechnen.

Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie gerne einen Termin.

Was muß ich während meiner Schwangerschaft beachten?
Viele schwangere Frauen klagen über ein empfindliches, leicht blutendes Zahnfleisch trotz gleich bleibender Zahnputzgewohnheiten. In der Schwangerschaft werden diese Zahnfleischentzündungen insbesondere innerhalb der ersten drei Monate beobachtet, da die Hormonumstellung gerade in dieser Zeit extreme biologische Anpassungsvorgänge im weiblichen Körper verursacht. Ein erhöhtes Kariesrisiko ist grundsätzlich nicht gegeben, kann aber durch veränderte Eßgewohnheiten wie Heißhunger auf Süßes und häufigeres Erbrechen ausgelöst werden. Daher sind eine ausgewogene Ernährung und die Flouridzufuhr auch während der Schwangerschaft besonders wichtig. Mundhygienemaßnahmen sollten selbstverständlich sein. Bei entzündlichen Veränderungen und verstärkter Blutungsneigung des Zahnfleisches sollte der behandelnde Zahnarzt unbedingt aufgesucht werden. Rufen Sie uns gerne an.

Ich trage Totalprothesen. Sollte ich mich trotzdem jährlich zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung vorstellen?
Ein Prothesenträger sollte mindestens einmal, besser noch zweimal jährlich zur Kontrolle in die Zahnarztpraxis kommen. Die Untersuchung umfasst die Kontrolle der Mund- und Prothesenhygiene, des Prothesenhaltes, der Bisslage sowie des Abschleifens der Zahnkaufläche. Besonders wichtig ist die Kontrolle der Mundschleimhaut. Die ständige Bedeckung durch die Prothese, gepaart mit mangelhafter Hygiene oder latente Druckstellen können zu ernsthaften Veränderungen führen. Vereinbaren Sie gerne einen Kontrolltermin.

Was tun gegen nächtliches Zähneknirschen?
Unbewusste Bewegungsabläufe und lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln (z.B. stressbedingt) sind die Ursache für akute oder chronische Schmerzzustände unseres Bewegungsapparates. Auch im Kiefer-Gesichtsbereich kommen sie sehr häufig vor. Dauerspannung der Kau- und Gesichtsmuskulatur, oft verbunden mit intensivem Zahnkontakt, am bekanntesten ist das Zähneknirschen oder Zähne pressen, kann die Ursache für Gesichts- und Kopfschmerzen sein. Solche stereotypen, unbewussten Verhaltensmuster schaden auch ganz erheblich unserem Zahnsystem, der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken. Obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen überhaupt gehört, wird er durch die großen Kräfte beim Zähneknirschen schwer geschädigt. Besonders an den Schneidekanten entsteht ein Abrieb in Form von Schliffflächen. Anfangs betrifft es nur den Schmelzbereich, später wird auch das Zahnbein angegriffen. Die Behandlung dieser so genannten Parafunktionen ist leider nicht ganz einfach. Der betroffene Patient muss zunächst er lernen, auf dieses Fehlverhalten aufmerksam zu werden. Gymnastische Übungen, Massagen oder Wärmebehandlungen können bei Verspannungen der Kaumuskulatur helfen. Ebenso sind Entspannungsübungen und autogenes Training hilfreich. Schlecht sitzende Füllungen oder Zahnersatz, die u.U. ebenso für Parafunktionen verantwortlich sein können, müssen vom Zahnarzt korrigiert werden. In den meisten Fällen wird den betroffenen Patienten eine Aufbissschiene verordnet, die vorwiegend nachts getragen wird. Das Knirschen oder Pressen gewöhnt sich der Patient alleine dadurch nicht ab, sie schützt aber vor weiteren Abrasionen der Zahnhartsubstanz.

Wir beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Hilfe für Schnarcher und Angehörige
Schnarchgeräusche entstehen meist durch flatternde Bewegungen des Gaumens, des Zäpfchens, zum Teil auch des Zungengrundes und des Rachens beim Atmen. Meist schwingt das infolge der Entspannung des Körpers im Schlaf erschlaffte Gaumensegel flatternd im Sog der Atemluft und es kommt zum schnarchen. Die Folgen sind Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme am Tag, es kann sogar zu ernsthaften Herz- und Kreislauferkrankungen kommen. Letztendlich wird auch die Beziehung zum Partner/zur Partnerin auf eine harte Probe gestellt. Abhilfe kann eine Schnarcherschiene schaffen. Diese Schiene wird individuell für Sie angefertigt. Die genaue Funktionsweise erklären wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.

Was ist eigentlich Karies?
Karies entsteht durch die Einwirkung von speziellen Bakterien auf die Zähne, genauer gesagt durch die Stoffwechselaktivitäten der Mundhöhlenbakterien. In der Mundhöhle leben, wie auch auf der Haut und an vielen anderen Stellen des Körpers, Bakterien. Gerade im Mund sind allerdings die Lebensbedingungen für Bakterien sehr günstig: sie können sich in den vielen Nischen und Schlupfwinkeln, in den Zahnzwischenräumen und an anderen schwer zugänglichen Stellen der Zähne festsetzen. Die Mikroorganismen stellen eine klebrige Substanz her, mit deren Hilfe sie sich an den Zähnen festhalten: es entstehen bakterielle Beläge. Die nun vorhandenen Substanzen sind gefährlich für die Zähne und können verschiedene Zahnkrankheiten auslösen.

Wie entsteht ein Loch im Zahn?
Bakterien stellen in ihrem Stoffwechsel Säuren her, die langsam die harte Oberfläche der Zähne auflösen und ein „Loch“ verursachen, das schließlich immer größer wird. Wer sehr viele Bakterien im Mund hat, wird mehr Probleme mit den Zähnen haben als jemand, der nur wenige dieser Bakterien hat. Es gibt also keine „guten“ oder „schlechten“ Zähne, sondern lediglich das Risiko einer starken oder einer geringen Besiedelung des Mundes mit kariesfördernden Bakterien.

Schadet Zucker den Zähnen?
Bakterien leben von Zucker! Wenn sie genügend Zucker bekommen, können die Bakterien große Mengen Säure produzieren und die Zähne entsprechend aggressiv angreifen. Besonders schädlich ist es, über den ganzen Tag verteilt kleine Mengen Zucker zu essen, weil dann täglich Brennstoff für die Kariesbakterien im Mund vorrätig ist. Wer sich zuckerarm ernährt, gibt den Kariesbakterien viel weniger die Gelegenheit, die Zähne anzugreifen.

Und was ist Parodontitis?
Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparats zeigt. Nach vielen Jahren kommt es dann oftmals dazu, dass die Zähne verloren gehen, weil der Kieferknochen sich mehr und mehr zurückbildet. Leider wird eine Parodontitis oft erst sehr spät diagnostiziert und behandelt, weil die typischen Symptome wie Zahnfleischbluten, Rötung und Schwellung des Zahnfleisches erst im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung auftreten. Begünstigt wird die Parodontitis durch Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukte, die sich in den Schlupfwinkeln am Zahnfleischsaum und im Zahnzwischenraum befinden, wo sie für die Zahnbürste sehr schwer zu erreichen sind und schließlich entzündliche Zahnfleischtaschen bilden. Lebende Bakterien dringen dabei von der Zahnoberfläche immer weiter in die Tiefe vor und bauen den Zahnhalteapparat ab. Über die Blutbahn können diese Bakterien auch zu lebenswichtigen Organen gelangen und dort schwere Folgeerkrankungen hervorrufen. Zu nennen wären hier unter anderem

  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschädigungen
  • Infektionen bei Transplantationen und Implantaten
  • Mundgeruch

Übrigens: Rauchen begünstigt Zahnfleischerkrankungen erheblich.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Parodontosestatus? Dann rufen Sie uns gerne an.

Was kann ich selbst tun, um meine Zahngesundheit zu erhalten?
Am wichtigsten für die Gesunderhaltung der Zähne ist die regelmäßige tägliche Zahnpflege. Die Schlupfwinkel in den Zahnzwischenräumen sind für die Zahnbürste aber wirklich schwer zu erreichen. Damit die tägliche Zahnpflege trotzdem so effektiv wie möglich ist, empfehle ich Ihnen, dass Sie sich von Ihrem Zahnarzt die für Sie optimale Zahnpflege demonstrieren lassen. Vereinbaren Sie gerne einen Termin.

Was versteht man unter Prophylaxe bzw. professioneller Zahnreinigung?
Hinter dem Begriff der professionellen Zahnreinigung (kurz: PZR oder Prophylaxe) verbirgt sich die intensive Reinigung aller Zahnoberflächen mit speziellen Instrumenten mit dem Ziel, alle gesundheitsgefährdenden und / oder optisch störenden Zahnbeläge zu beseitigen. Die Zähne sehen gepflegter aus, der Atem wird frischer, Zahnfleischbluten lässt nach und das Risiko, an Karies oder Parodontose zu erkranken, kann deutlich gesenkt werden. Vor einer PZR werden Mundhöhle und Zähne gründlich untersucht. Der zweite Schritt ist die gründliche Entfernung von Belägen an den Zahnoberflächen, den Zahnzwischenräumen und – soweit erreichbar- auch der Zahnwurzeloberflächen. Anschließend werden eventuell verbliebene raue Stellen mit einer fluoridierthaltigen Paste poliert. Das Aufbringen eines Schutzlacks auf die Zahnoberflächen rundet die Behandlung ab. Zur professionellen Zahnreinigung gehören auch Hinweise und Hilfestellung zur eigenen täglichen Mundhygiene (z.B. Putztechniken, Verwendung von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten). Die Menschen sind verschieden und so verhält es sich natürlich auch mit dem Zustand der Zähne. Abhängig von der Anzahl der vorhandenen Zähne, der Belagsituation, dem allgemeinen Mundhygienezustand und des Zeitintervalls zwischen den Behandlungen können Zeit- und Arbeitsaufwand für eine Prophylaxe sehr unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund berechnen wir das Honorar für Ihre Prophylaxe individuell. Wir erklären Ihnen im persönlichen Gespräch, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Im allgemeinen lässt sich sagen, dass ein Behandlungsintervall von 2-4 Behandlungen pro Jahr ausreichend ist, um einen deutlichen Erfolg zu sehen und zu spüren. Die empfohlene Häufigkeit ist abhängig von Ihrer individuellen Mundsituation. Dazu zählen u.a.

  • das perönliche Erkrankungsrisiko
  • die Anfälligkeit für Karies- und Parodontoseerkrankungen
  • vorhandene Zahnfleischtaschen
  • die eigene Mundhygiene
  • bestimmte Gewohnheiten (z.B. rauchen, Kaffee, Tee, Rotwein) oder aber
  • Vorerkrankungen wie Diabetes, Stress oder regelmäßige Medikamenteinnahme, die die Mundgesundheit oft erheblich beeinträchtigen.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

Wenn Sie Fragen haben, die wir hier nicht beantwortet haben, scheuen Sie sich  nicht, uns anzusprechen.